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SEO für Kanzleien: Die 4 wichtigsten Grundlagen

Im Rahmen eines Jurastudiums lernt ein angehender Anwalt nichts über Marketing. Das ist zwar verständlich, da die juristischen Inhalte schon mehr als genug Zeit- und Lerninvestment bedeuten. 

 

Jedoch stellt das viele Rechtsanwälte bei ihrer späteren Arbeit in der Kanzlei und bei der Akquise von Mandanten vor gewisse Herausforderungen. Denn heutzutage stolpern potenzielle Mandanten meist nicht mehr von alleine in eine Kanzlei.

 

Einige Rechtsanwälte betreiben daher aktiv Marketing und arbeiten mit Weiterempfehlungen. Beim Thema Marketing verlagert sich seit Jahren immer mehr ins Internet. Daher sind Themen wie Website Gestaltung, Content Erstellung, Suchmaschinenoptimierung (SEO) und online Marketing auch für Rechtsanwälte immer wichtiger.

 

Mit Mandanten-Autopilot möchten wir Anwälte genau hier unterstützen. Wir wollen, dass jeder Anwalt seine kostbare Zeit primär mit seinen Wunsch-Mandanten verbringen kann und möglichst wenig Zeit in die Akquise von neuen Mandanten stecken muss. 

 

Ein Ansatzpunkt hierfür ist die gezielte Suchmaschinenoptimierung (SEO) der eigenen Kanzlei Website. Heute möchten wir Ihnen die aus unserer Sicht vier wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung (SEO) Ihrer Website aufzeigen.

Suchmaschinen: Statistiken bestätigen die enorme Bedeutung von SEO-Maßnahmen

Es gibt mindestens so viele Webseiten wie Sand am Meer. Die meisten User benutzen daher professionelle Suchmaschinen wie Google, die dabei helfen, einem Menschen die passendste Seite aus diesem riesigen Sandhaufen herauszufiltern. So wie ein kleines Kind mit einem Sandsieb, nur viel schneller. 


Doch dabei muss man gewisse Dinge wissen, um bei den besten Suchergebnissen überhaupt dabei zu sein. Übrigens wird über 92 % des weltweiten Internet-Traffics durch Google generiert. Google ist damit mit Abstand die wichtigste Suchmaschine, die man bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Fokus haben sollte.


Bemerkenswert ist, dass zwar 68 % aller Online-Erfahrungen mit einer Suchmaschine beginnen, aber ca. 90 % aller Webseiten gar keine organischen Besucher über Google erhalten, weil keine Optimierung der Website und deren Inhalte nach SEO-Kriterien vorgenommen wurde.


Und weniger als  1 % der Google-Nutzer klickt auf ein Suchergebnis auf der zweiten Seite. Wer es mit seinen Informationen also nicht auf die erste Suchergebnisseite in Google schafft, wird in dem riesigen Sandhaufen von so gut wie niemandem gefunden.


Diese Zahlen belegen eindeutig, dass sich eine gezielte Suchmaschinenoptimierung (SEO) für die eigene Kanzleiseite absolut lohnt. Mittels SEO wird sogar über 1000 % mehr Traffic generiert als durch die organische Reichweite in den sozialen Medien (Statistiken von Ahrefs.com).



OnPage versus OffPage SEO (Suchmaschinenoptimierung)

Vorweg muss man wissen, dass es ganz viele Optimierungen gibt, die man selbst direkt auf seiner eigenen Kanzleiseite umsetzen kann, um bei den Suchergebnissen möglichst weit oben aufzutauchen. Und wenn man es nach oben geschafft hat, sollte man dabei auch noch möglichst interessant aussehen, damit auch jemand draufklickt. 


Man nennt all diese Maßnahmen OnPage SEO, also Suchmaschinenoptimierung auf der eigenen Seite.


Im Gegensatz dazu steht OffPage SEO für Maßnahmen, die extern stattfinden. Unter OffPage-Optimierung versteht man also alle Aktivitäten der Suchmaschinenoptimierung, die nicht direkt auf der eigenen Website umgesetzt werden, aber indirekten Einfluss auf Google und andere Suchmaschinenrankings haben. Eine OffPage-Maßnahme ist beispielsweise das Gewinnen von Backlinks.


Vorteile von OnPage SEO-Maßnahmen

OnPage SEO hat im Vergleich zu OffPage SEO den Vorteil, dass man diese Punkte eigenständig direkt auf der eigenen Website verbessern kann. Man ist also unabhängig von anderen, was bei externen Verlinkungen nicht der Fall ist.

Ein weiterer Vorteil von OnPage SEO ist, dass viele Maßnahmen kostenlos selbst umgesetzt werden können. Bei online Marketing über bezahlte Werbeanzeigen sieht das ganz anders aus.


Außerdem sind die OnPage Optimierungen nachhaltig. Anzeigen und Fremdlinks sind je nach Budget und Vernetzung ggf. nicht von großer Dauer. OnPage SEO hingegen bringt dauerhaft mehr Sichtbarkeit.


Aus diesen Gründen möchten wir uns bei den folgenden SEO-Empfehlungen auf die wichtigsten OnPage Maßnahmen für Ihre Website und deren Inhalte konzentrieren.


Das SEO-Fundament: Zielgruppe, Suchintention und Keywords

Bevor es losgeht mit den eigentlichen Optimierungen sollte man jedoch wissen, wer genau die eigene Zielgruppe (Buyer Persona) und was genau ihr Problem ist. Welche Art von Informationen sucht sie im Netz (Suchintention) und wie formuliert sie dies? Es macht z.B. einen Unterschied, ob jemand einfach nur rechtliche Grundlagen selbst nachlesen (Informationssuche) oder direkt einen Anwalt finden möchte (Kommerzielle Suche).


Man braucht als Basis also eine sogenannte Keyword-Recherche. Denn jede Google-Suche beginnt mit einem sogenannten Keyword, das ein Nutzer in die Suchmaschine eingibt. So ein Keyword kann ein einzelnes Wort oder eine längere Phrase sein. Diese wichtigsten Suchbegriffe herauszufiltern, ist das Fundament für eine erfolgreiche SEO-Arbeit. Für die Suche nach Keyword Ideen empfehlen wir das kostenlose Keywordtool.io, das bei seinen Vorschlägen auf Google zurückgreift.

 

Wenn man die wichtigsten Keywords zusammengetragen hat, nimmt man davon am besten die mit einer realistischen Ranking-Chance. Bei Longtail Keywords, also  Keywords  aus mehreren Einzelwörtern, ist der Wettbewerb in den Suchmaschinen geringer als bei Shorttail Keywords (nur 1-2 Wörter). Longtail Keywords bringen somit schnellere Erfolge in der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Also statt einfach nur „Anwalt“ könnte man viel konkreter z.B. „Fachanwalt für Arbeitsrecht“ oder „Rechtsanwalt Erbrecht in Köln“ nehmen. Zur Einschätzung, wie häufig ein Keyword gesucht wird und wie hoch der Wettbewerb für dieses Keyword ist, gibt es das Tool Ubersuggest, das in der kostenlosen Version schon viele hilfreiche Analysen bietet.

 

Wenn das Keyword-Fundament steht, können die eigentlichen SEO-Maßnahmen beginnen.


Snippet-Optimierung ist ein wichtiger Teil von OnPage SEO

Bevor ein User überhaupt auf einer Webseite landet, muss er sie zunächst in den Suchergebnissen anklicken. Wir starten daher mit der sogenannten Snippet-Optimierung


Snippet heißt  „Schnipsel“ und bezeichnet die Vorschau einer Webseite in den Google Suchergebnissen. Es ist also das, was von jedem einzelnen Suchergebnis angezeigt wird. Das Snippet einer Webseite ist somit der erste Eindruck, den potenzielle Mandanten von einer Kanzlei bekommen. Man sollte sich also Zeit nehmen und diese Daten wohlüberlegt gestalten.


Im Snippet zu sehen sind die URL, eine Überschrift (Titel-Tag) und eine kurze Beschreibung (Meta Description). Das Snippet wird im Rahmen der Verarbeitung durch die Suchmaschinen automatisch generiert und bezieht sich dabei meist auf die hinterlegten Meta-Daten und die gecachte URL. Es gibt diverse Tools, um zu schauen, wie das eigene Snippet aussieht. Zu empfehlen ist z.B. das kostenlose Tool SERP Snippet Generator von Sistrix.

 

Wenn man sich das Snippet wie ein kostenloses Werbebanner vorstellt, wird die große Bedeutung klar. Denn der oberste Platz in Google nutzt überhaupt nichts, wenn keiner draufklickt. 


Somit hat das Snippet direkten Einfluss auf die Klickrate (Click-Through-Rate, CTR) und ist von großer Bedeutung.


Bereits in dieser kurzen Vorschau sollten daher die wichtigsten Informationen enthalten sein. Dazu gehören natürlich das zentrale Keyword und die eigene Marke – idealerweise bereits im Titel. Zusätzlich sollte man insbesondere die Meta-Beschreibung als Teil des Kanzlei-Marketings gezielt nutzen, um einem potenziellen Kontakt bereits hier Vertrauen und Mehrwert zu vermitteln. Am Ende der Beschreibung bietet sich eine Handlungsaufforderung (Call-To-Action) an, z.B. „mehr erfahren“.


Mobile SEO: Im Zeitalter von Smartphones & Tablets unverzichtbar

Kommen wir nun zur nächsten OnPage Optimierung: Mobile SEO. Das ist heutzutage besonders wichtig. Wenn man sich auf den Straßen umschaut, sieht man ständig Menschen, die in ihr Smartphone oder Tablet vertieft sind. 

Auch die Absatzzahlen solcher Geräte und die weiter steigenden mobilen Nutzerzahlen belegen es. Menschen surfen im Netz, wann und wo immer es ihnen möglich ist.


Daher ist die Optimierung auf mobile Geräte (Mobile SEO) heute ganz entscheidend. Sogar alles entscheidend! Denn seit einem Google Update 2015 bewertet Google Suchergebnisse ausschließlich anhand der Informationen, die auf der mobilen Version einer Webseite gefunden werden (Mobile First)

Das heißt, die allerschönste und allerbeste Kanzlei-Webseite nützt überhaupt nichts, wenn sie in der mobilen Version schlecht funktioniert. Damit die eigenen Inhalte bei Google überhaupt eine Chance haben, kommt man um Mobile SEO also nicht herum.


Suchmaschinen bewerten mobile Ladezeit und Benutzerfreundlichkeit

Bei der mobilen Optimierung geht es in erster Linie um die Ladezeit und die Benutzerfreundlichkeit (Usability). Zunächst müssen wir uns aber anschauen, ob eine Seite generell überhaupt mobiltauglich ist. Die Mobiltauglichkeit ist die Grundvoraussetzung für jede weitere Mobile SEO Maßnahme. Hierbei hilft der kostenlose „Test auf Optimierung für Mobilgeräte“ von Google.

 

Schauen wir uns nun das Thema Ladegeschwindigkeit näher an. Viele Webseitenbetreiber legen den Fokus auf ein besonders ästhetisches Design, neue Funktionen oder noch üppigeren Content, was die Ladezeit oft unnötig verlängert. 


Die Besucher einer Webseite aber legen in der Regel viel mehr Wert auf die Geschwindigkeit als auf all den Schnickschnack, den man einem Internetauftritt hinzufügen kann. Und im schlimmsten Fall klickt ein potenzieller Kontakt eine Kanzleiseite wieder weg, noch ehe sie komplett zu sehen war.


Optimierung der Ladegeschwindigkeit: Jede Sekunde zählt für SEO

Bei der Ladegeschwindigkeit kann man wirklich ohne Übertreibung sagen: Jede Sekunde zählt! Denn 47 % der Verbraucher erwarten, dass eine Webseite in 2 Sekunden oder weniger geladen wird


Und es wäre doch sehr schade, wenn jemand eine Kanzleiseite weit oben in Google findet, das Snippet positiv wahrnimmt, draufklickt – und dann? Dann öffnet sich die Seite so langsam, dass der User sie aus Ungeduld schließt, noch ehe er sie überhaupt gesehen hat. Das kommt nicht so selten vor. 

Denn 40 % der Menschen brechen eine Website ab, die mehr als 3 Sekunden zum Laden braucht (Statistiken von Neilpatel.com).


Auch zum Überprüfen der Ladegeschwindigkeit gibt es hilfreiche, kostenlose Tools. Hierfür empfehlen wir z.B. PageSpeed Insights von Google.

 

Das Praktische ist, dass man nicht nur eine Leistungsermittlung zur Ladegeschwindigkeit getrennt nach Desktop und Mobilgerät erhält, sondern gleichzeitig auch eine Liste mit zu optimierenden Faktoren, die sich auch auf die generelle Benutzerfreundlichkeit (Usability) beziehen. Betreibern rät das Tool z. B. die Schriftgrößen, Schaltflächen oder die Konfiguration von Darstellungsbereichen anzupassen. 


Die dortigen Empfehlungen bespricht man ggf. mit einem kompetenten Fachmann, da es hier für Laien teilweise etwas schwer verständlich sein könnte. Falls eine Kanzleiseite in WordPress erstellt wurde, gibt es hierfür übrigens auch Plug-ins, um die Ladegeschwindigkeit zu senken.


Die wichtigsten OnPage SEO Tipps für Kanzleien im Überblick

Das Feld der Möglichkeiten, um eine Webseite und Ihren Content für Suchmaschinen und damit auch für Mandanten attraktiver zu machen, ist wirklich sehr groß. Betrachten Sie die Suchmaschinenoptimierung (SEO) daher als Prozess. Und sehen Sie diesen als riesige Chance, mehr und mehr Ihre gewünschten Mandanten im Rahmen eines gezielten Kanzlei-Marketings anzuziehen.


Am besten beginnen Sie mit den vier oben vorgestellten OnPage SEO Maßnahmen:

  1. Zielgruppe, Suchintention und Keywords recherchieren, um mit Ihrem Content nicht an den Wunsch-Mandanten vorbeizukommunizieren.
  2. Snippet-Optimierung, um das kostenlose Werbebanner effizient zu nutzen und überhaupt angeklickt zu werden.
  3. Ladegeschwindigkeit optimieren, denn jede Sekunde zählt und ein potenzieller Mandant soll nicht hier schon verloren gehen.
  4. Mobile Optimierung, um nicht vorneweg von Google aussortiert zu werden oder mobile User zu verärgern.

 

Noch mehr Expertentipps zu SEO gewünscht?

Möchten Sie mit Ihrer Kanzleiseite auch noch mehr Menschen erreichen – möglichst Ihre Wunsch-Mandanten? Dann lernen Sie noch mehr Details zu SEO und Keyword-Recherche in einem unserer kostenlosen Webinare. Dort stellen wir auch live unsere Lieblingstools für Ihre erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung (SEO)  vor und beantworten Ihre individuellen Fragen. Zu den Terminen und zur Anmeldung bitte hier klicken.

 

Wenn Sie noch schneller in Kontakt mit Ihren Zielkunden kommen möchten, dann können wir auch gerne direkt ein kostenloses Strategiegespräch führen, um Ihre individuelle Kanzleisituation und Ihre Ziele zu besprechen. Zur unverbindlichen Terminbuchung bitte hier klicken.

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