SEO-Fails bei Überschriften: So setzen Kanzleien H1 bis H4 richtig

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Überschriften sind das Inhaltsverzeichnis Ihrer Seite, für Leser und für Maschinen. Google und KI-Systeme wie ChatGPT nutzen sie, um zu verstehen, worum es auf einer Seite geht und welche Abschnitte welche Frage beantworten. Auf vielen Kanzlei-Websites ist genau diese Struktur kaputt, oft ohne dass es jemand bemerkt.

Was die Überschriften-Ebenen bedeuten

  • H1: der Titel der Seite. Genau eine pro Seite, mit dem wichtigsten Suchbegriff, zum Beispiel „Anwalt für Arbeitsrecht in Köln“.
  • H2: die Hauptabschnitte, etwa „Kündigung erhalten: Was jetzt zu tun ist“ oder „Kosten der Erstberatung“.
  • H3: Unterpunkte innerhalb eines H2-Abschnitts.
  • H4: nur, wenn ein H3-Abschnitt noch einmal gegliedert werden muss. Auf den meisten Kanzleiseiten reicht H3.

Die fünf häufigsten Fehler

1. Keine oder mehrere H1

Page-Builder setzen die H1 oft automatisch oder gar nicht. Manchmal ist das Logo die H1, manchmal der Kanzleiname in der Kopfzeile, manchmal gibt es drei H1 auf einer Seite. Google muss dann raten, was der eigentliche Titel ist.

2. Überschriften nach Optik statt nach Bedeutung

„Die sieht als H4 schöner aus“ ist der Klassiker. Die Größe einer Überschrift gehört ins Design, nicht in die Überschriftenebene. Wer Ebenen nach Schriftgröße wählt, zerstört die Gliederung.

3. Übersprungene Ebenen

Auf eine H2 folgt direkt eine H4, weil die H3 zu groß wirkte. Für Screenreader und Suchmaschinen entsteht so eine Lücke in der Gliederung.

4. Leere Floskeln statt klarer Aussagen

„Herzlich willkommen“, „Unsere Leistungen“ oder „Über uns“ als Überschriften verschenken Platz. Besser sind Überschriften, die eine konkrete Frage beantworten oder ein Rechtsgebiet nennen.

5. Versteckte Überschriften in Widgets

Slider, Kacheln und eingebettete HTML-Bausteine bringen oft eigene Überschriften mit, manchmal sogar einen eigenen Seitentitel. Solche Reste fallen erst bei einem technischen Crawl auf.

So prüfen Sie Ihre Seite in fünf Minuten

  • Öffnen Sie Ihre Seite im Browser und nutzen Sie eine Erweiterung, die die Überschriftenstruktur anzeigt, oder den Seitenquelltext.
  • Prüfen Sie: Gibt es genau eine H1? Enthält sie Ihr wichtigstes Thema?
  • Lesen Sie nur die H2 und H3 von oben nach unten. Ergibt das ein sinnvolles Inhaltsverzeichnis?
  • Wiederholen Sie das für Startseite, jede Rechtsgebietsseite und Ihre Kontaktseite.

Warum das für KI-Antworten noch wichtiger ist

KI-Systeme zerlegen Seiten in Abschnitte und übernehmen gern Antworten, die klar unter einer passenden Überschrift stehen. Eine Überschrift wie „Wie viel Abfindung steht mir zu?“ mit einer knappen, sachlichen Antwort darunter hat deutlich bessere Chancen, zitiert zu werden, als ein langer Fließtext ohne Gliederung.

Weitere Grundlagen finden Sie in unserem Beitrag SEO für Kanzleien: Die 4 wichtigsten Grundlagen und in den 10 Tipps für die Kanzlei-Website.

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