Wer einen Anwalt sucht, hat meistens ein akutes Problem: eine Kündigung auf dem Tisch, einen Bußgeldbescheid, einen Streit ums Erbe. Die Suche beginnt fast immer bei Google, und sie endet bei der Kanzlei, die dort als Erste überzeugt. Dieser Leitfaden zeigt fünf Wege, über die Kanzleien planbar neue Mandanten über Google gewinnen, und in welcher Reihenfolge sie sinnvoll sind.
Wo Mandanten heute nach einer Kanzlei suchen
Mandanten nutzen drei Wege, oft nacheinander: die normale Google-Suche mit Anzeigen und Suchergebnissen, Google Maps mit den Unternehmensprofilen der Kanzleien in der Nähe und zunehmend KI-Antworten in ChatGPT oder im Google KI-Modus. Selbst wer eine Empfehlung bekommen hat, prüft die Kanzlei danach bei Google. Wenn die Website dann veraltet wirkt oder am Handy nicht funktioniert, ruft der Mandant bei der nächsten Kanzlei an.
1. Google Ads: sofort sichtbar, wenn jemand sucht
Mit Google Ads erscheint Ihre Kanzlei oberhalb der Suchergebnisse, sobald jemand zum Beispiel „Anwalt Arbeitsrecht Köln“ oder „Kündigung erhalten was tun“ eingibt. Sie zahlen pro Klick und steuern genau, für welche Suchbegriffe, in welchem Umkreis und zu welchen Uhrzeiten die Anzeigen laufen.
- Nur Suchbegriffe mit Handlungsabsicht buchen, keine reinen Informationssuchen
- Jede Anzeige führt auf eine eigene Landingpage zum Rechtsgebiet, nicht auf die Startseite
- Anrufe und Formularanfragen als Conversions messen, damit das Budget dorthin fließt, wo Mandate entstehen
Anzeigen, die auf die allgemeine Startseite führen, verbrennen Budget, weil der Mandant seine Frage dort nicht wiederfindet. Mehr dazu auf unserer Seite Google Ads für Rechtsanwälte.
2. SEO: dauerhaft bei Google gefunden werden
Suchmaschinenoptimierung wirkt langsamer als Anzeigen, bringt dafür aber dauerhaft Anfragen ohne Klickkosten. Entscheidend ist, dass jedes Rechtsgebiet eine eigene Seite bekommt und diese Seite die Fragen beantwortet, die Mandanten wirklich stellen: Was kostet das? Welche Frist gilt? Was muss ich jetzt tun?
Wie wir das für Kanzleien umsetzen, lesen Sie unter SEO für Rechtsanwälte.
3. Das Google-Unternehmensprofil pflegen
Bei Suchen mit Ortsbezug zeigt Google eine Karte mit drei Kanzleien. Wer dort erscheint, bekommt Anrufe, ohne dass der Mandant überhaupt die Website öffnet. Voraussetzung sind ein vollständiges Profil mit den richtigen Kategorien, aktuellen Öffnungszeiten, Fotos und regelmäßigen Bewertungen zufriedener Mandanten.
4. In KI-Antworten genannt werden
Manche Mandanten stellen ihre Frage inzwischen direkt einer KI. ChatGPT, Gemini und der Google KI-Modus nennen in ihren Antworten nur eine Handvoll Kanzleien. Ob Ihre dabei ist, hängt davon ab, wie klar Ihre Website strukturiert ist und wo Ihre Kanzlei im Netz sonst noch erwähnt wird. In unserer kostenlosen KI-Sichtbarkeitsanalyse prüfen wir das für Ihr Rechtsgebiet.
5. Die Website als Engpass beseitigen
Alle Wege enden auf Ihrer Website. Dort entscheidet sich in wenigen Sekunden, ob aus einem Besucher eine Anfrage wird.
- Telefonnummer und Kontaktbutton sofort sichtbar, auch am Smartphone
- Kurzes Kontaktformular statt zehn Pflichtfelder
- Schnelle Ladezeit
- Klare Aussage, für wen die Kanzlei da ist und bei welchen Problemen sie hilft
Wie eine Kanzlei-Website aufgebaut sein sollte, zeigen wir unter Webdesign für Rechtsanwälte.
Womit sollte eine Kanzlei anfangen?
Wer schnell neue Mandate braucht, startet mit Google Ads auf einer passenden Landingpage. Parallel lohnt sich SEO, weil die Anfragen dort nach einigen Monaten ohne Klickkosten kommen. Das Unternehmensprofil kostet wenig Zeit und sollte in jedem Fall gepflegt sein. Einen Überblick über alle Bausteine finden Sie auf unserer Seite Kanzleimarketing, die Preise unter Kosten für Kanzleimarketing.
Häufige Fragen
Dürfen Anwälte bei Google werben?
Ja. Nach § 43b BRAO ist Werbung erlaubt, soweit sie sachlich über die berufliche Tätigkeit informiert und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist. Suchanzeigen, die über Rechtsgebiet und Leistungen der Kanzlei informieren, sind damit möglich.
Wie schnell bringt Google Ads neue Anfragen?
Sobald die Kampagne freigegeben ist, erscheinen die Anzeigen bei den passenden Suchanfragen. Wie viele Anfragen daraus entstehen, hängt von Rechtsgebiet, Ort, Budget und Landingpage ab.
Was kostet es, Mandanten über Google zu gewinnen?
Bei uns kostet die Betreuung von Google Ads 800 € netto im Monat, das Werbebudget zahlen Sie direkt an Google, empfohlen ab 1.000 € im Monat. Laufende SEO- und KI-Sichtbarkeitsbetreuung gibt es ab 1.200 € netto im Monat, jeweils ohne Vertragslaufzeit.
Wo steht Ihre Kanzlei bei Google und in KI-Antworten?
Wir prüfen es kostenlos für Ihr Rechtsgebiet und Ihren Ort und zeigen, welcher Weg bei Ihnen am schnellsten zu neuen Mandaten führt.
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